Kieferorthopäde
Fachzahnarzt für Kieferorthopädie
Assoc. Prof. (TR) Dr. med. dent Saduman O. Köklü

Schnarchtherapie

Die Behandlung mit sogenannten Schnarch- oder Protrusionsschienen ist eine Therapieform in dem breiten Spektrum der Schnarchtherapie.

Die nach Vorverlagerung des Unterkiefers samt Weichteile ist das Prinzip der zahnärztlichen Schnarchtherapie. Der Rachenraum wird dadurch erweitert und die nötige Luftströmung nicht mehr behindert. Ermöglicht wird dies durch durchsichtige und natürlich herausnehmbar Schienen, den sogenannten Schnarch- oder Protrusionsschienen.

Grundsätzlich gibt es drei Schienentypen und davon ca. 60 unterschiedliche Ausführungen in der Schnarchtherapie. Es hängt aber immer vom Einzelfall des Patienten ab, welcher dieser Schienentypen zum Einsatz kommt. In Anlehnung an die Empfehlungen der Academy of Dental Sleep Medicine bzw. der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Association) wird von dem, speziell dafür ausgebildeten, Zahnarzt die passende Schiene ausgewählt.

Schienen, welche den Unterkiefer nach vorne verlagern und dabei den Zungengrund mit allen Weichteilen nach vorne schieben finden die häufigste Anwendung. In sehr seltenen Fällen verwendet man Schienen, die das Gaumensegel anheben.

Um eine, auf den Patienten zugeschnittene Schiene erstellen zu können, muss immer von dem behandelnden Zahnarzt vorab ein Abdruck genommen werden, nach welchem dann ein Modell angefertigt wird. Danach wird die Position des Unterkiefers zum Oberkiefer festgelegt, welche immer mittig sein soll und über die Hälfte des maximal möglichen Vorschubs des Kiefers betragen muss. Idealerweise nimmt man diese Bestimmung mit einem aufwendigen Übertragungssystem (Registrat) am Patienten vor.

Da oftmals nur ein einziger Millimeter ausschlaggebend dafür sein kann, ob die Therapie erfolgreich ist oder nicht, kann nur ein Spezialist die erforderliche Behandlungsmethode bestimmen und anwenden.

Operative Eingriffe, wie z. B. die Verkürzung des weichen Gaumen mit dem Zäpfchen um ca. 15 mm sind
nur in ca. 30% aller Fälle erfolgsversprechend, da der Gaumen samt Zäpfchen in kürzester Zeit wieder nachwachsen kann.

Die Überdruckbeatmungsmaschine, welche in der allgemein Medizin (Lungenfacharzt, Schlaflabor usw.) oftmals eingesetzt wird, empfinden die meisten Patienten als unangenehm und tolerieren und akzeptieren diese nur schwer, da sie das Schlafzimmer durch die Maschine oftmals als eine Intensivstation empfinden.

In einer Schnarchtherapie-Untersuchung (Oral Appliances for the Treatment of Snoring and Obstructive Sleep Apnea: a Review. Wolfgang Schmidt-Nowara et. al., Sleep 1995, 18 (6): 501-510) konnten durch orale Geräte sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Somit stellt die Schnarchtherapie mit oralen Geräten eine sinnvolle Alternative zu der CPAP-Überdruckbeatmung dar.

Eine Protrusionsschiene ist eine Alternative zur Überdruck-Beatmungsmaschine. Zahlreiche, wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit dieser Methode.

Assoc. Prof. (TR) Dr. med. dent Köklü:
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