Kieferorthopäde
Fachzahnarzt für Kieferorthopädie
Assoc. Prof. (TR) Dr. med. dent Saduman O. Köklü

Frühbehandlung

Ein früher Beginn einer kieferorthopädischen Therapie ist in manchen Fällen sinnvoll.
Gerade bei einer extremen Frontzahnstufe, die sich durch extrem vorstehende Oberkieferzähne und stark zurückliegender Unterkieferzähne auszeichnet ist ein frühzeitiger Beginn einer Therapie empfehlenswert.

Meist ist so eine extreme Form genetisch bedingt, wird aber noch durch exessive Lutschgewohnheiten des Kindes verstärkt. Diese Fehlstellungen, die sich bereits beim Milchgebiss aufzeigen, sollten deshalb frühzeitig therapiert werden.


KFO Frühbehandlung Beispiel 001          KFO Frühbehandlung Beispiel 002

Zum einen sind Abbeißen, Kauen und Aussprache erheblich gestört, zum anderen ist in einem solchen extremen Fall das Risiko einer Zahn- bzw. Oberkieferfraktur durch die fehlende Abstützung des Unterkiefers bei einem Unfall stark erhöht. Auch die z. B. durch Hänseleien in der Schule hervor gerufenen psychologischen Effekte auf das Kind sollten hier nicht außer acht gelassen werden. All dies sind sinnvolle Gründe für einen frühen Behandlungsbeginn.

KFO Frühbehandlung Beispiel 003         
  
Aber es gibt auch noch andere Kieferfehlstellungen, bei denen ein früher Therapiebeginn angezeigt ist. Durch einen „umgekehrten Frontzahnüberbiss“ wird das Oberkieferwachstum gehemmt und der Gesichtsausdruck verändert was optisch sehr unvorteilhaft wirken kann. Hier sprechen sowohl medizinische als auch ästhetische Gründe für einen frühen Behandlungsbeginn.


        
Auch bei einem „seitlichen Kreuzbiss“, welcher durch einen zu schmalen Oberkiefer verursacht wird, ist unter medizinischen Aspekten gesehen, ein frühzeitiger Behandlungsbeginn dringend angebracht, der Unterkiefer wird bei dieser Fehlstellung in eine seitliche Zwangslage verschoben, was später zu Kiefergelenkbeschwerden wie z. B. Kiefergelenkknacken führen kann.

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